Corona: Marketing in Zeiten der Pandemie

Das Corona-Virus hat Deutschland und Europa fest im Griff. Menschenleere Innenstädte als Folge von Ladenschließungen und Ausgangsbeschränkungen sind die Regel und reihenweise werden Großveranstaltungen abgesagt. In dieser Zeit des Ausnahmezustandes greifen althergebrachte Marketing-Konzepte nicht mehr. Unternehmen und Marketer sind gezwungen, sich der Herausforderung zu stellen und neue Wege im Marketing zu beschreiten.

Existenzkampf für viele Unternehmen

Die Corona-Krise ist für zahlreiche kleine Unternehmen zu einem Kampf um das wirtschaftliche Überleben geworden. Gastronomiebetriebe mussten ebenso schließen wie Einzelhändler (sofern Sie keine Lebensmittel im Sortiment führen), Friseure, Fitnessstudios und Kinos. Bereits in dieser ersten Phase des sogenannten „Shutdowns“ des gesellschaftlichen Lebens zeigt sich, wer besonders stark betroffen ist. Es sind die Pizzerien ohne Lieferdienst, Fitnessstudios ohne Digitalkurse, Reiseveranstalter und Einzelhändler ohne Online-Shop. Andererseits profitieren bestimmte Unternehmen von der Stilllegung des öffentlichen Lebens überproportional. Das Online-Kaufhaus Amazon mitsamt dem firmeneigenen Streamingdienst Amazon Prime zählt zu den größten Profiteuren in Zeiten von Corona.

Ausweichen auf digitale Medien

Seit der Einschränkung des öffentlichen Lebens zum Schutz der Menschen vor einer Infektion, wird verstärkt das Internet genutzt. Streaminganbieter wie Netflix haben wegen des gestiegenen Datenverkehrs bereits die Übertragungsrate für Filme und Serien gesenkt, um das Netz zu entlasten. In der Corona-Krise boomt nicht nur der Online-Handel. Künstler verlagern ihre Aktivitäten ins Internet und geben Konzerte in den heimischen vier Wänden, die per Livestream in die Wohnzimmer der Fans übertragen werden. Zahlreiche Restaurants stellen auf Liefer- oder Abholservice um und Yoga-Lehrer geben Online-Kurse. Das Internet nimmt derzeit auch eine Schlüsselposition in den Marketing-Strategien von Unternehmen ein. Werbeplakate in Fußgängerzonen und an Bushaltestellen sind in der Corona-Krise ebenso wirkungslos wie Bandenwerbung in Fußballstadien.

Marketing in Zeiten von Corona: Kontakt halten und kommunizieren

In der Corona-Krise haben es Unternehmen, die in der digitalen Welt breit aufgestellt sind, deutlich leichter, als Neulinge. Wer verschiedene digitale Kanäle bespielt und in den sozialen Medien aktiv ist, kann sich als kompetenter Ansprechpartner profilieren. Dabei geht es darum, Panikmache zu vermeiden und die Kunden sachlich richtig und schnell zu informieren. Diese machen sich wegen der kurzfristigen Schließung der meisten Ladengeschäfte vielfältige Gedanken. Es gilt Fragen nach der Gültigkeit von Gutscheinen, nach der Lieferfähigkeit von Konsumgütern oder nach der Erreichbarkeit des Kundenservices zu beantworten. Auch wenn eine zufriedenstellende Antwort nicht in allen Fällen möglich ist, honorieren die Kunden eine offene Kommunikation und ehrliche Antworten. Auch dies ist eine Form des Marketings, geht es doch vorrangig darum, Vertrauen auszubauen und auf diese Weise die Kundenbindung zu stärken.

Präsenz zeigen im virtuellen Raum

Viele Menschen sind in der Corona-Zeit verunsichert. Fotos von leeren Supermarktregalen, die in sozialen Medien zuhauf gepostet werden, tragen beispielsweise viel dazu bei, dass das Vertrauen in die Versorgungssicherheit schwindet. Einzelhändler wie Edeka, Aldi und Lidl steuern aktiv gegen und betonen in Fernsehwerbespots, auf der Webseite des Online-Shops, in sozialen Netzwerken und auf digitalen Kanälen pausenlos, dass der Nachschub gesichert sei. Unternehmen, die Verständnis für die schwierige Situation der Kunden zeigen und glaubhaft vermitteln, dass sie sich in die Lage hineinversetzen können, werden nach der Corona-Krise von einem Vertrauensbonus profitieren. Darüber hinaus sorgt die Verlagerung der Geschäftstätigkeit in den virtuellen Raum für Schadensbegrenzung. Virtuelle Verkaufsshows können bei beratungsintensiven Gütern beispielsweise das Kundengespräch ersetzen und gut sortierte Online-Shops laden zu einem virtuellen Einkaufsbummel ein.

 

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