Coworking 2.0 – neue Ansätze partizipativer Projektarbeit

Coworking stand bis vor wenigen Jahren vor allem bei Start-ups, Denkfabriken und Kreativabteilungen hoch im Kurs.

Die Idee dahinter: Coworker arbeiten unabhängig voneinander an unterschiedlichen oder gemeinschaftlichen Projekten und befinden sich dabei im selben Raum. Dabei kann es sich um ein klassisches Großraumbüro, ein Computerkabinett oder eine Halle mit einer Vielzahl an Schreibtischen handeln. Jeder Coworker profitiert vom Wissen und Know-how der Anderen, was kreatives Denken beflügelt und neue Ideen entstehen lässt.

Coworking – aus der Nische zum Trend

Die Arbeitswelt ist permanenten Veränderungen unterworfen. Coworking hat längst den Sprung von einer Nische der digitalen Nerds und finanzschwachen Start-ups in die moderne Arbeitswelt geschafft. Insbesondere bei Tech-Firmen und Innovationszentren ist das Coworking Teil der Unternehmensstrategie. Für diese neue Form der Zusammenarbeit spricht unter anderem die kommunikative Atmosphäre. Der Austausch zwischen den einzelnen Mitgliedern der Community ist ein zentraler Bestandteil des Coworkings. Man trifft sich in Lounge-Bereichen bei einem Kaffee oder kocht gemeinsam in der Gemeinschaftsküche.

Teilweise werden im Coworking-Space interne Events abgehalten. Darüber hinaus laden die Anbieter des Coworkings auch externe Partner ein. Auf diese Weise können die Mitglieder neue Kontakte knüpfen und Netzwerke aufbauen. In der Gegenwart gehen Unternehmen dazu über, Forschungseinrichtungen, Denkfabriken, Innovations- und Kreativzentren und selbst Außen- und Zweigstellen als Coworking-Space zu etablieren.

Coworking 2.0 – Fokus auf Synergieeffekte

Beim Coworking 2.0 setzen Unternehmen verstärkt auf Synergieeffekte. In Großstädten werden ganze Büroetagen angemietet, die anschließend mit Büro- und Computerarbeitsplätzen ausgestattet werden. In einer offenen Atmosphäre arbeiten fest angestellte Mitarbeiter und Freiberufler gemeinsam an Projekten oder sie erledigen unterschiedliche Aufgaben. Auch externe Firmen können zeitweise oder dauerhaft Arbeitsplätze oder Schreibtische mieten. Der Unterschied zum Coworking aus der Anfangsphase besteht darin, dass darauf geachtet wird, die zur Verfügung stehenden Plätze branchenintern zu besetzten. Das heißt beispielsweise in der Praxis: Bei einer Internetagentur, die sich auf die Erstellung und Vermarktung von Webseiten spezialisiert hat, arbeiten interne und externe Grafiker, Programmierer, SEO-Experten und Texter gemeinsam in einem Coworking-Space zusammen.

Umfassende Infrastruktur und angenehmes Arbeitsklima

Anbieter, die einen Coworking-Place zur Verfügung stellen, sorgen für eine umfassende Infrastruktur und nehmen den Unternehmen damit viel Arbeit ab. Schreibtische werden ebenso gestellt wie Konferenzräume, Lounge-Ecken und Gemeinschaftsküchen mit Kaffeemaschine und Wasserkocher. Schnelles Internet – eine Grundvoraussetzung für effizientes Arbeiten im digitalen Zeitalter – gehört zur Grundausstattung jedes Coworking-Places. Hinzu kommen in Abhängigkeit von der Lage kostenlose Pkw-Parkplätze oder Fahrradstellplätze. Um die Reinigung der Räumlichkeiten müssen sich die Unternehmen ebenfalls nicht selbst kümmern, da diese Tätigkeiten in der Regel an eine externe Reinigungsfirma ausgelagert werden.

Coworking 2.0 als Mitarbeitermotivation

Zahlreiche Firmen suchen händeringend nach qualifiziertem Fachpersonal. Die Gewinnung gut ausgebildeter Mitarbeiter und die Bindung des bestehenden Personals zählt daher zu den dringlichen Aufgaben in Unternehmen. Traditionelle Hierarchien werden von der Millenium-Generation zunehmend als hinderlich wahrgenommen. Das Coworking ist eine Möglichkeit, traditionelle Denkmuster zu durchbrechen und verkrustete Hierarchien aufzulösen. Mit einem Arbeitsplatz im Coworking-Space präsentiert sich ein Unternehmen als weltoffen und modern. Junge qualifizierte Fachkräfte schätzen ein kreatives Arbeitsumfeld, in dem Kommunikation jederzeit möglich ist. Das Konzept des Coworkings demonstriert eindrucksvoll, welchen Wandel die moderne Arbeitswelt derzeit durchlebt.

Die Mitarbeiter von Wurzelschläger & Friends sind Experten auf dem Gebiet der sogenannten „New Work“ und stehen Ihnen bei allen Fragen rund die Zukunft der Arbeitswelt als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.