Die 5 Mythen des Onlinemarketings

Manche Mythen überdauern Ewigkeiten, selbst, wenn keinerlei Argumente dafür sprechen oder der Gegenbeweis längst erbracht wurde. Ein Mythos, der nachweislich als solcher entlarvt wurde, ist der prognostizierte Weltuntergang im Dezember 2012, der auf Berechnungen der Maya zurückging.

Was für Mythen in der realen Welt gilt, hat auch im digitalen Universum des Internets Gültigkeit. Wir stellen Ihnen 5 Mythen des Online-Marketings vor, die sich hartnäckig halten.

 

Mythos 1: „Gekaufte Likes bringen dein Business voran.“

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und YouTube werden von der Mehrzahl aller werbetreibenden Unternehmen für das Online-Marketing genutzt. Um in diesem Segment erfolgreich zu sein, werden Follower und Likes benötigt, doch der Aufbau einer Community ist mühsam und zeitintensiv. Was liegt unter diesem Aspekt näher, als mit gekauften Likes das eigene Image aufzupolieren und den Besuchern eine Heerschar an Fans zu präsentieren, die von den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen begeistert sind?

Doch diese Vorgehensweise hat einen Haken. Die gekauften Likes stammen in der Regel nicht von echten Personen, sondern von Fake-Accounts oder Bots. Facebook und Twitter gehen gegen derartige inaktive Accounts vor und löschen sie. Je mehr Likes von inaktiven Accounts eingesammelt werden, desto negativer ist die Reputation für den eigenen Unternehmensaccount. Bei Instagram analysiert ein Algorithmus das Follower-Profil. Lassen die Follower zu wenig oder kein Engagement erkennen, werden die Postings des Unternehmens als nicht relevant eingestuft und schlimmstenfalls aussortiert.

 

Mythos 2: „Doppelter Content wird von Google bestraft.“

In SEO-Kreisen hält sich hartnäckig der Mythos, dass Google eine Webseite mit einem Penalty (Strafe) belegt, wenn sich der gleiche Content auch auf einer anderen Seite befindet. Dass diese Einschätzung einer realistischen Betrachtung nicht standhält, ergibt sich bereits aus logischer Denkweise. Beispiel Online-Shops: Wer Marktplätze wie Amazon oder Ebay nutzt, um seine Produkte auch außerhalb des eigenen Online-Shops zu vertreiben, produziert automatisch doppelten Content, denn für die externen Plattformen werden in der Regel keine neuen Produktbeschreibungen angefertigt. Das Gleiche gilt für Pressemitteilungen von Unternehmen, die einerseits von der PR-Abteilung weitergegeben, andererseits aber auch auf der eigenen Homepage veröffentlicht werden.

 

Mythos 3: „Du musst auf allen Social-Media-Kanälen vertreten sein.“

Nach dem Motto „Viel hilft viel“ verteilen zahlreiche Unternehmen das Budget für das Social-Media-Marketing auf alle möglichen Kanäle. Facebook, Instagram, Pinterest, Xing und Twitter werden mit den mehr oder weniger gleichen Inhalten gefüttert, immer in der Hoffnung, möglichst viele potenzielle Kunden mit der Werbebotschaft zu erreichen. Doch schneller, als gedacht, erweist sich manche Kampagne als Rohrkrepierer. Keineswegs müssen Sie auf allen Social-Media-Kanälen vertreten sein. Eine exakte Zielgruppenanalyse filtert die geeigneten sozialen Netzwerke heraus und macht eine effiziente Planung von Marketing-Kampagnen möglich.

 

Mythos 4: „E-Mail-Marketing ist völlig veraltet.“

In einer Zeit, die von beliebten Messengern wie WhatsApp, Skype, Telegram und SnapChat dominiert wird, gerät das klassische E-Mail-Marketing mit einem wöchentlichen oder monatlichen Newsletter ins Hintertreffen. So die Denkweise in vielen Marketing-Abteilungen. Eine klare Fehleinschätzung, denn noch immer ist das E-Mail-Marketing das Marketinginstrument mit dem höchsten ROI, also dem höchsten „Return on Investment“ oder der besten Kapitalrentabilität. Die Erklärung ist einfach und nachvollziehbar: Wer seine E-Mail-Adresse freiwillig einem Unternehmen zur Verfügung stellt, ist an der Produktpalette interessiert und damit ein potenzieller Kunde, der umworben werden kann. Mit einer klugen Marketingstrategie und Anreizen, die für die Empfänger eines Newsletters einen echten Mehrwert darstellen, ist das E-Mail-Marketing auch mehr als 30 Jahre nach seiner Geburt ein wirkungsvolles Marketinginstrument.

 

Mythos 5: „Social Media Content sollte vorrangig am Wochenende gepostet werden.“

Um über soziale Netzwerke erfolgreich eigene Produkte oder Dienstleistungen zu vermarkten, muss man ein wenig die „Spielregeln“ von Facebook und Co. analysieren. Den Gedanken, dass sich potenzielle Käufer vornehmlich in der arbeitsfreien Zeit am Wochenende auf den Plattformen tummeln, sollten werbetreibende Unternehmen verwerfen. Beispiel Facebook: Dem Algorithmus des Platzhirsches sind Tag und Uhrzeit des Posts egal. In der Timeline erscheinen nicht automatisch die neuesten Beiträge, sondern diejenigen, die der Algorithmus als relevant einstuft. Oft wird vergessen, dass für die meisten Menschen der Arbeitstag im Büro gegen 9:00 Uhr beginnt und es für viele längst selbstverständlich ist, auch auf dem Büro-PC die privaten Accounts bei den sozialen Netzwerken im Auge zu behalten. Vertreibt Ihr Unternehmen B2B-Produkte sind die Werktage ohnehin besser für Posts geeignet, als das Wochenende.

 

Gern unterstützen wir Sie bei der Ausarbeitung einer Online-Marketing-Strategie, die speziell auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Zielgruppe zugeschnitten ist.

Kontakt