Guter Code vs. schlechter Code: Vier Prinzipien für „Clean Code“

Jeder Software liegt ein Code zugrunde, den ein Programmierer geschrieben hat. Die Qualität dieses Codes hat entscheidenden Einfluss auf den späteren Einsatz in der Praxis. Haben die Programmierer sauber gearbeitet, ist der Code intuitiv verständlich und die Software kann komplikationslos gewartet werden. Bei einem schlechten Code treten im Verlauf der Software-Nutzung Probleme auf.

Was ist Clean Code?

Clean Code ist ein Begriff, den der amerikanische Softwareentwickler Robert Cecil Martin prägte. Er beschreibt in seinem gleichnamigen Buch einen Clean Code als leicht verständlich und mit wenig Aufwand nachvollziehbar. Ziel von Clean Code ist es, Software effizient zu produzieren und den Code leicht lesbar, änderbar und erweiterbar zu machen. Darüber hinaus bildet Clean Code die Grundlage für eine einfache Wartung ohne großen Zeitaufwand.

In der Praxis wird oft die Notwendigkeit nicht gesehen, Code nach der Entwicklung von unsauberen Stellen zu befreien, solange die Software zuverlässig ihre Arbeit verrichtet und alle Funktionen ausführt. Folgende Faktoren wirken dem Entwickeln von Clean Code entgegen:

  • unspezifische und widersprüchliche Anforderungen
  • fehlende Erfahrung im Programmieren von Clean Code
  • mangelnde Disziplin der Entwickler
  • als zu hoch begründeter Aufwand bei nachträglichen Änderungen

Tatsächlich ist der Aufwand für die Entwicklung von Clean Code vergleichsweise hoch, doch legt man den Lebenszyklus einer Software zugrunde, amortisiert sich der Zeitaufwand in der Praxis schnell.

Warum ist Clean Code wichtig?

Rund 80 Prozent der Lebensdauer einer Software entfällt auf die Wartung und Weiterentwicklung. Mit Clean Code arbeiten Programme nicht nur stabil und effizient, sie sind auch besonders wartungsfreundlich. Fehlerbehebungen sind nicht so zeitaufwendig, weil in der Regel keine Fehlerketten entstehen. Das heißt, bei schlechtem oder unsauberem Code kann die Behebung eines Fehlers zum Auftreten eines neuen Problems mit erneutem Wartungsaufwand führen. Fakt ist: Die Konsequenzen, die sich aus einem unsauberen Code ergeben, zeigen sich immer in der Zukunft. Ein großer Anteil des Zeitaufwandes entfällt auf das Lesen von Code. Erst, wenn die Details klar sind, können beispielsweise Erweiterungen oder Features in die Software eingepflegt werden.

Was unterscheidet guten von schlechtem Code?

Guter Code unterscheidet sich von schlechtem Code durch mehrere Merkmale. Das wichtigste Unterscheidungskriterium ist die Lesbarkeit. Kann Code auch von anderen Programmierern problemlos dechiffriert und gelesen werden, wurde sauber gearbeitet. Darüber hinaus sind die Abhängigkeiten zu anderem Code auf ein Minimum begrenzt. Ein weiteres Kriterium ist die Testbarkeit. Clean Code macht in diesem Punkt keine Schwierigkeiten, während der Testaufwand bei schlechtem Code ausufern kann. Verschachtelte Strukturen sucht man bei sauberem Code ebenso vergeblich wie Funktionen mit zahlreichen Übergabeparametern. Programmierer sind bei Clean Code vor Überraschungen weitestgehend sicher und können effizient an der Software arbeiten.

4 Prinzipien für Clean Code

Entwickler verwenden nur 20 Prozent der Zeit mit dem Schreiben von Code. Die restliche Zeit wird für Wartungsarbeiten benötigt. Allein aus diesem Grund lohnt es sich, die 4 Prinzipien für Clean Code zu beachten.

  • Verständlichkeit: Sauberer Code wird auch von Entwicklern und Programmieren verstanden, die nichts mit der Entwicklung der Software zu tun gehabt haben. Er ist gut lesbar und besitzt keine verschachtelten Strukturen.
  • Testbarkeit: In der Testbarkeit zeigen sich die Unterschiede zwischen gutem und schlechtem Code. Können die Funktionalität und die Effizienz leicht automatisch überprüft werden, haben die Programmierer hervorragende Arbeit geleistet.
  • Änderbarkeit: Software wird im Praxisbetrieb immer wieder modifiziert und erweitert. Clean Code lässt Änderungen und Verifizierungen problemlos zu. Programmierer haben keine Schwierigkeiten, Erweiterungen vorzunehmen.
  • Stabilität: Ein sauberer Code, dessen Strukturen auf das Wesentliche reduziert sind, sorgt für eine hohe Stabilität der Software beim täglichen Einsatz. Abstürze oder das sogenannte „Aufhängen“ sind die Ausnahme.

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