Magerer Absatz, sinkender Umsatz: Eine Unternehmenskrise erfolgreich meistern!

Magerer Absatz, sinkender Umsatz: Eine Unternehmenskrise erfolgreich meistern!

Starke Nachfrage, explodierende Umsätze und sprudelnde Gewinne sind der Traum jedes Unternehmers. Dass die Realität manchmal anders aussieht, zeigt die Anzahl der jährlichen Firmeninsolvenzen. Zwar ist sie seit Jahren leicht rückläufig, lag im Jahr 2016 aber immer noch bei knapp 22.000. Unternehmenskrisen stellen damit ein latentes Risiko dar und gehören zum Geschäftsalltag. Wichtig sind deshalb das rechtzeitige Erkennen einer sich anbahnenden Krise und das Ergreifen von wirkungsvollen Gegenmaßnahmen.

Dunkle Wolken am Horizont: Ursachen für Unternehmenskrisen

Die Ursachen für eine Unternehmenskrise sind überaus vielfältig. Jede Einzelne zu beschreiben, würde jeden Rahmen sprengen, da es auch immer von der jeweiligen Branche abhängt, welche Auslöser eine tragende Rolle spielen. Für Unternehmer besteht die Herausforderung darin, frühzeitig erste Anzeichen zu erkennen, denn eine Krise tritt in der Regel nicht plötzlich und ohne Warnzeichen ein.

Unterschieden wird bei den Ursachen zwischen Einflussfaktoren von außen und von innen. Exogene Gründe, die zu einer Unternehmenskrise führen, sind beispielsweise eine konjunkturell bedingte Absatzschwäche oder Änderungen in der Gesetzgebung. Darüber hinaus können auch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben mit den damit verbundenen Schäden Unternehmen in eine ernsthafte Krise stürzen.

Deutlich häufiger sind sogenannte innerbetriebliche Ursachen für eine Krise im Unternehmen verantwortlich. Fehleinschätzungen der Marktlage, unternehmerische Planungsfehler, ausuferndes Budget für Forschung und Entwicklung oder eine falsche Standortwahl können zu Umsatzeinbrüchen führen und eine schwere Krise auslösen. Da die Fehlentwicklungen immer nach bestimmten Mustern ablaufen, kann rechtzeitig gegengesteuert werden.

3 Phasen einer Unternehmenskrise

Eine Unternehmenskrise fällt nicht vom Himmel, sondern durchläuft einzelne Phasen. Früh genug erkannt lassen sich wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen, um das drohende Unheil abzuwenden.

1. Entstehungsphase
Jede Unternehmenskrise beginnt schleichend und wird von den Beteiligten zu Beginn gar nicht als solche wahrgenommen. Bevor rückläufige Umsatzzahlen und sinkende Absätze zu verzeichnen sind, deuten andere Faktoren auf eine beginnende Krisensituation hin. Erste Anzeichen können das Nichterreichen von Zielen in den Bereichen Marketing, Finanzen, Personal, Beschaffung, Produktion oder Vertrieb sein. Wer die Vorboten ernst nimmt, hat genügend Zeit, um angemessen zu reagieren und die bevorstehende Krise abzuwenden.

2. Phase: Ausweitung der Krise
Werden in der ersten Phase keine Gegenmaßnahmen ergriffen, weil die Anzeichen fehlinterpretiert werden, weitet sich die Krise aus. Über kurz oder lang kommt es zu Ertragsproblemen, was wiederum eine folgenschwere Kettenreaktion auslöst. Sinkende Erträge werden mit dem Zugriff auf finanzielle Rückstellungen kompensiert. Dies bereitet den Boden für spätere Zahlungsschwierigkeiten und einer daraus resultierenden Verschuldung. Es entsteht akuter Handlungsbedarf, wobei der Gestaltungsspielraum für den Unternehmer zunehmend schrumpft.

3. Phase: Dramatische Zuspitzung der Lage
In der dritten und letzten Phase einer Unternehmenskrise kommt es zu einer dramatischen Zuspitzung der Lage. Als Folge der hohen Verschuldung drohen Liquiditätsengpässe und Zahlungsunfähigkeit. Kann das Unternehmen die Forderungen der Gläubiger nicht mehr bedienen, droht die Insolvenz. In diesem Stadium helfen in der Regel nur noch eine gründliche Restrukturierung und die Einleitung von Sanierungsmaßnahmen. Professionelle Unterstützung durch eine Unternehmensberatung ist unbedingt erforderlich, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

Rechtzeitiges Identifizieren einer Unternehmenskrise

Vom rechtzeitigen Identifizieren einer Unternehmenskrise hängt in der Regel die Zukunft der Firma ab. Um erste Anzeichen zu erkennen, müssen verschiedene Erfolgsfaktoren überwacht werden. Die Analyse schließt unter anderem die Kostenentwicklung, die Mitarbeiterstruktur, die Anzahl der Neukunden und Vertragsabschlüsse, die Zahlungseingänge und Kosten-Nutzen-Kalkulation ein. Im Grunde werden die Planzahlen mit dem Ist-Zustand verglichen und ins Verhältnis gesetzt. Das Nichterreichen der geplanten Umsatzzahlen kann auf interne Ursachen wie eine nicht zeitgemäße Produktpalette oder auf äußere Ursachen wie eine beginnende Rezession zurückzuführen sein. Einer konkreten Ursachenforschung kommt vor diesem Hintergrund entscheidende Bedeutung zu.

In der Praxis ist häufig eine Vernachlässigung der Kontrolle Auslöser für eine Unternehmenskrise. Die Fehlinterpretation betriebswirtschaftlicher Kennzahlen oder ein fahrlässiges Controlling begünstigen den Ausbruch einer Krise.

Individuelle Maßnahmen zur Bewältigung der Unternehmenskrise

Für die erfolgreiche Bewältigung einer Unternehmenskrise gibt es keine Patentrezepte. Zu unterschiedlich sind die Märkte und Geschäftsfelder, auf denen Konzerne, mittelständische Unternehmen und Gründer operieren. Bei der Einleitung spezifischer Gegenmaßnahmen müssen zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden. Die wichtigste Botschaft für Unternehmer: Niemals den Kopf in den Sand stecken, sonst kann es am folgenden Tag zu spät sein.

Grundsätzlich sollten Unternehmer einige Tipps beherzigen, die dazu beitragen, die Krise nicht ausufern zu lassen. Ein Grundbaustein ist die regelmäßige Kontrolle der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Zeigen sich mit Umsatzeinbrüchen und Ertragsproblemen deutliche Anzeichen einer Unternehmenskrise, sollten Sie nicht zögern, Hilfe durch eine professionelle Unternehmensberatung in Anspruch zu nehmen. Diese Maßnahme wird durch Zuschüsse gefördert. Bei drohenden Zahlungsschwierigkeiten sollten Sie Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und Geldgeber rechtzeitig informieren. Ein Verschweigen der Zustände führt zu einem Vertrauensverlust, der selbst nach einer erfolgreichen Sanierung nicht so einfach wiederhergestellt werden kann.

Lässt sich trotz aller eingeleiteten Rettungsmaßnahme eine Insolvenz nicht abwenden, melden Sie diese rechtzeitig an. Eine Insolvenzverschleppung ist unter allen Umständen zu vermeiden, da dies in Deutschland strafrechtlich und haftungsrechtlich verfolgt wird.

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Quelle: https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-fuehren/unternehmenskrise/