Vergangene Webseitenbesucher erneut auf sich aufmerksam machen – mit Remarketing

Ein Seitenbesucher gelangt über die Ergebnisliste einer Suchmaschine auf die Webseite eines Online-Shops.

Er klickt sich durch die Unterseiten, verweilt bei einigen Produkten und bricht den Vorgang schließlich ab, ohne etwas gekauft zu haben. Dieses Verhalten kennt jeder Betreiber eines Online-Shops. Mit Remarketing kann dieser Seitenbesucher zu einem späteren Zeitpunkt abermals gezielt angesprochen werden.

Gezielte Kundenansprache mit Remarketing

Wer regelmäßig im Internet surft, kennt das Phänomen: Soeben wurde noch in einem Online-Shop nach einem Schnäppchen gestöbert und bereits nach dem Öffnen der nächsten Webseite – etwa eines Nachrichtenportals – wird exakt für die vor wenigen Sekunden betrachteten Produkte Werbung gemacht. Ein klassischer Fall von Remarketing. Bei dieser Methode handelt es sich um eine spezielle Form des Online-Marketings.

Primäres Ziel des Remarketings ist es, die Besucher eines Online-Shops, die ohne Kauf die Webseite verlassen haben, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf das Produktportfolio aufmerksam zu machen. Noch zielgruppengerechter kann eine Marketingmaßnahme nicht sein, denn das Interesse an einem bestimmten Produkt hat der Seitenbesucher ja bereits bekundet. Remarketing gliedert sich in drei Phasen, die im Erfolgsfall folgendermaßen ablaufen:

  • Phase 1: Ein Seitenbesucher bekundet Interesse an einem bestimmten Produkt, indem die entsprechende Unterseite in einem Online-Shop aufgerufen wird
  • Phase 2: Der gleiche Seitenbesucher wird beim Surfen auf einer anderen Webseite identifiziert und gezielt mithilfe von Anzeigen und Werbebannern angesprochen.
  • Phase 3: Der Seitenbesucher erkennt das Produkt, klickt die Anzeige an, gelangt zurück in den Online-Shop und kauft das Produkt.

Bei diesem Ablauf handelt es sich um den Idealfall, der allerdings anschaulich die Ziele des Remarketings skizziert.

Beispiel aus der Praxis

Ein User besucht einen Online-Shop für Reiterzubehör und betrachtet verschiedene Reiterhelme. Anschließend verlässt er den Shop ohne Interaktion und ruft die Webseite eines Reiseveranstalters auf. Dort wird im Rahmen der Remarketing-Kampagne Werbung mit den soeben aufgerufenen Reiterhelmen ausgespielt. Dass der User Interesse an diesem Produkt hat, steht bereits fest und die Werbung verpufft aus diesem Grund nicht wirkungslos.

Inhaltlich anders gestaltet sich die Remarketing-Kampagne, wenn ein Seitenbesucher bereits einen Reiterhelm in den Warenkorb gelegt, den Kauf aber in letzter Sekunde abgebrochen hat. Überflüssig wäre es, dem Seitenbesucher abermals die betrachteten Reiterhelme zu präsentieren, denn die Entscheidung für ein bestimmtes Modell ist bereits gefallen. Ziel ist es, mithilfe des Remarketings, einen zügigen Kaufabschluss herbeizuführen. Geeignete Marketing-Botschaften wären in diesem Fall: „Nur am Wochenende ohne Versandkosten.“ oder „Nur heute eine Reitgerte gratis beim Kauf eines Reithelmes.“

Auch kaufende Kunden können mithilfe des Remarketings nochmals gezielt angesprochen werden. Dies kann beispielsweise über das Schalten von Anzeigen erfolgen, in denen auf Ergänzungsprodukte wie Sattel, Reitstiefel oder Zaumzeug hingewiesen bzw. Werbung für Neuerscheinungen gemacht wird.

Strategien im Remarketing

Wer das Remarketing effizient nutzen will, muss eine Strategie entwickeln, auf welcher Grundlage Seitenbesucher angesprochen werden sollen. Online-Shops mit einem überschaubaren Traffic definieren in der Regel alle Seitenbesucher als Gruppe und schalten für alle User die gleiche Werbung. Eine andere Remarketing-Strategie legt den Kaufzyklus zugrunde. Dabei wird eine Segmentierung vorgenommen, die berücksichtigt, zu welchem Zeitpunkt des Kaufprozesses ein Seitenbesucher den Vorgang abgebrochen hat. Das heißt: User, die bereits ein Produkt in den virtuellen Warenkorb gelegt haben, erhalten eine andere Werbebotschaft, als Seitenbesucher, die nur eine Produktseite aufgerufen haben.

Eine Einteilung der Zielgruppen bezüglich des Interesses für bestimmte Produkte oder Produktgruppen macht Sinn, wenn der Online-Shop mehr als nur Reiterzubehör führt. Gehört beispielsweise auch Pferdebedarf wie Futter, Artikel für die Fellpflege oder Abschwitzdecken zum Produktportfolio, muss bezüglich der Werbung eine Abgrenzung erfolgen. Andere Strategien im Remarketing können sich beispielsweise auf bestimmte Serviceangebote oder auf einzelne Marken konzentrieren.

Welche Remarketing-Strategie im Einzelfall am erfolgversprechendsten ist, analysieren auf Wunsch die Marketingexperten der Internetagentur Webgalaxie. Vertrauen Sie auf unsere jahrelange Erfahrung in diesem Segment und kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch.