Vorsprung durch Technik – Marketing in Zeiten von Industrie 4.0

Doch die Industrie 4.0 ist kein Selbstläufer. Die Einführung neuer Marken und Technologien sowie deren Weiterentwicklung erfordern ausgeklügelte Marketingstrategien und Kommunikation nach außen.

Das bedeutet auch, neue Wege zu beschreiten und das Marketing an die veränderten Lebenswelten der Konsumenten anzupassen.

Nachholbedarf beim digitalen Marketing

Die Vernetzung von Menschen, Geräten und Produkten durchdringt nach und nach alle Lebensbereiche. Das sogenannte Smart Home ist längst keine Fiktion mehr, sondern gewinnt mit der permanenten Weiterentwicklung des „Internets der Dinge“ zunehmend an Bedeutung.

Die Erkenntnis, dass die internetaffine Zielgruppe der Gegenwart auf ganz andere Marketingmaßnahmen als noch ihre Elterngeneration anspringt, reift bei vielen Unternehmen in Deutschland erst langsam. Verkrustete Denkmuster müssen durchbrochen werden, wenn Produkte und Dienstleistungen in der Industrie 4.0 gewinnbringend vermarktet werden sollen. Noch heute sehen viele Unternehmen die eigne Webseite eher als lästiges Anhängsel und nicht als schlagkräftiges Marketinginstrument. Industrie 4.0 bedeutet auch, neue Wege im Vertrieb zu beschreiten. Freie Handelsvertreter und fest angestellte Außendienstmitarbeiter werden in der digitalisierten Industrie durch neue Vertriebswege abgelöst.

Marketing 4.0: High-Quality-Content und Storytelling

Erfolgreiches Marketing in der Industrie 4.0 kommt digitalisiert daher. Die eigene Unternehmenswebseite ist der Dreh- und Angelpunkt. Sie ist Marketing- und Vertriebsinstrument zugleich. Die Webseite ist an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit und für potenzielle Kunden weltweit zu jeder Tages- und Nachtzeit aufrufbar. Das gilt sowohl für den B2B-Bereich als auch für das B2C-Segment.

Die Webseite zu einem erfolgreichen Marketinginstrument zu machen, kann allerdings nur gelingen, wenn verständliche und nachvollziehbare Inhalte kommuniziert werden. High-Quality-Content lautet das Stichwort, um die Glaubwürdigkeit zu untermauern und die Fragen der Zielgruppe so umfassend wie möglich zu beantworten. Ein Mittel zum Zweck ist das Storytelling. Storys und Erzählungen, die sich um die Produktpalette oder das Unternehmen selbst ranken, vermitteln Authentizität und wecken Emotionen. Auch in der Industrie 4.0 entscheiden sich Konsumenten eher für den Kauf eines Produktes, wenn die Geschichte dahinter plausibel und nachvollziehbar erzählt wird.

Content Marketing als Mittel zum Erfolg

Eine Schlüsselposition im Marketing 4.0 nimmt das Content Marketing ein. Hochwertige Inhalte, die potenzielle Kunden den konkreten Nutzen eines Produktes aufzeigen, statt technische Details aufzulisten, sind das Erfolgsrezept bei dieser Marketingstrategie. Auf der Basis einer umfangreichen Bedarfsanalyse werden den Vertretern der Zielgruppe Lösungen für ihre Bedürfnisse, Wünsche und Probleme präsentiert. Ziel für die Unternehmen ist es, über die Publikation von hochwertigem Content bei den Konsumenten als Experte wahrgenommen zu werden. Durch zielgruppenorientiertes Content Marketing geben Sie potenziellen Kunden Orientierung im Dschungel der Werbebotschaften, von denen unzählige im Laufe eines Tages auf Internetnutzer einprasseln.

Referenzmarketing im B2B-Bereich

Eine wachsende Bedeutung im B2B-Bereich kommt dem Referenzmarketing zu. Wer in einem Unternehmen Entscheidungen bezüglich der langfristigen strategischen Ausrichtung zu treffen hat, verlässt sich nur ungern auf die Aussagen einzelner Testimonials. Vielmehr geht es um verifizierte Referenzen, die glaubwürdig sind und inhaltliche Tiefe besitzen. Derartige Empfehlungen geben für Entscheider in Schlüsselpositionen oft den Ausschlag, sich für den einen oder anderen Lieferanten zu entscheiden. Selbstverständlich tragen viele positiven Referenzen auch dazu bei, die Marktposition eines Unternehmens zu stärken. Im Referenzmarketing kommt es darauf an, die Empfehlungen in ein passendes Format zu verpacken und auf der eigenen Webseite, in den Google-Suchlisten, auf Social-Media-Kanälen oder per E-Mail zu publizieren. Schließlich werden auch Referenzschreiben nur wahrgenommen, wenn dafür die Werbetrommel gerührt wird.